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Fine-Art-Prints | Vincent Mosch

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Von den Fragen der "Interpretation" der Vorlage abgesehen, hat ein Fotoabzug eine ganze Reihe von Eigenschaften, die bedenkenswert erscheinen, denn die Zeit des Papierbildes scheint immer weiter in Vergessenheit zu geraten und hinter den leuchtenden Displays zu verschwinden.

Während das Internet eine allgemein als Überflutung empfundene Bilderwelt zum Trend macht, ermöglicht die digitale Technik aber nicht nur Masse. Eine Klasse für sich sind die "Fine Art Print" genannten Tintenstrahldrucke, bei denen eine wunderbare Farbigkeit mit nie dagewesenen Nuancierungen auf verschiedenen Oberflächen erzeugt wird. Zunehmend erobern diese Drucke auch den Kunstmarkt. Die pigmentierten Tinten sollen auf entsprechend ausgerüsteten Papieren 200 Jahre farbecht sein.

Die Gestaltungsmöglichkeiten kann man aber nicht nur als Gewinn an Optionen sehen, sondern auch als Determination begreifen. Das gedruckte Bild ist in seiner Art ein Unikat – ein Blatt, das immer nur in einer Hand sein kann. Das ist das Gegenteil des großen Teilens, das angeblich so viel Freude machen soll. Das Unikat widerspricht der Verkürzung, nur das Bild, was tausend- und millionenfach gemocht wird, sei ein ein gutes Bild. Dass Publizität und Qualität in einem schwierigen Verhältnis stehen ist alles andere als neu – aber unter dem Gesichtspunkt der digitalen Verbreitung muss man sehen, dass die Bestimmung der Fotografie als kleiner Snack zur Befriedigung des Beliebigkeitshungers schädliche Auswirkungen hat. Denn mit der Fotografie verbindet sich Gedächtnis.

Wer Groß- oder Urgroßvaters alte Negative je in Händen hielt, der erinnert sich an den Zauber eines Bildes, das nicht von Dateiformaten und der Lebensdauer einer Festplatte bestimmt war, sondern das bereits Generationen überdauert hat. Gleichzeitig weiß der, der die Kurzlebigkeit seines Computers oder seines Smart-Phones bereits erfahren hat, dass von diesen Fotografien vermutlich keine in die Hände seiner Enkel fallen wird. Ob das die Rückkehr der sorgsam gehüteten Schachtel mit kleinen Papierabzügen einleiten wird, ist fraglich. Festzustellen ist jedoch, erst der Papierabzug ermöglicht eine differenzierte Wahrnehmung einer Fotografie und die dauerhafte Möglichkeit zur Weitergabe ausgewählter Momente an die Zukunft.

© 2017 by Vincent Mosch